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Interview: „Die Larven übernehmen dann die eigentliche Arbeit“

Direkt vor den Toren Hamburgs befindet sich eine von zwei unserer zertifizierten Produktionsstätten – von dort werden innerhalb von 24 Stunden Kliniken in Europa mit Erzeugnissen für die medizinische Larventherapie beliefert. Auf dem Gebiet der Larventherapie haben wir uns als Pharmaunternehmen seit Gründung  vor mehr als 25 Jahren spezialisiert und als Weltmarktführer etabliert. Anlass für die „ProVita“, interdisziplinäre Fachzeitschrift für das  Gesundheitswesen, in ihrer aktuellen Ausgabe 2/2025 mit unserem Marketing Manager Marco Sievers über die Larventherapie zu sprechen.

ProVita: „Lieber Herr Sievers, aus welchen Gründen entscheiden sich Ärztinnen und Ärzte für die Nutzung von Larven?“

Marco Sievers: „Es gibt verschiedene Gründe – das hängt maßgeblich von der Art und Beschaffenheit der Wunde und der Situation der Patientin oder des Patienten ab, wie mir berichtet wird. Die Larventherapie ist jedenfalls eine schnell und einfach zu handhabende Methode zur Wundreinigung. Der erste Anwendungsprozess dauert meistens weniger als fünf Minuten. Die Larven übernehmen dann die eigentliche Arbeit. Der Behandlungszyklus selbst dauert nur vier Tage. Sehr schonend und effektiv entfernen sie abgestorbenes Gewebe und bakterielle Beläge. Sie reduzieren die Keimbelastung und verringern die Notwendigkeit von Antibiotika. Und diese guten Ergebnisse überzeugen offenbar immer mehr Ärztinnen und Ärzte.“

ProVita: „Welche Wundarten kommen denn dafür in Frage?“

Marco Sievers: „Grundsätzlich können die Larven bei fast allen Wundtypen zum Einsatz kommen, es gibt nur wenige Kontraindikatoren. Wir haben die Kliniken gefragt, bei welchen Wundarten sie die Biochirurgie verwenden. Demnach liegt das diabetische Fußsyndrom an der Spitze, gefolgt vom Ulcus cruris und dem Dekubitus. Aber auch bei Verbrennungswunden oder postoperativen Wundheilungsstörungen wird die Larventherapie genutzt. Wir bieten Kliniken einen Beratungsservice für ihre konkreten Fälle an.“

ProVita: „Ist die Larventherapie nicht ziemlich teuer?“

Marco Sievers: „Nein, definitiv nicht. Sie ist vergleichsweise kostengünstig, da sie kaum Arbeitszeit bindet und wenig begleitende Materialien benötigt. Sie schont die Ressourcen der Klinik und entlastet OP-Kapazitäten. Mit der richtigen Kodierung im DRG-System kann man bemerkenswerte Erlöse erzielen. Wir lassen jährlich aktualisierte Erlösvergleiche erstellen, die gern bei uns angefordert werden können.“

ProVita: „Welche Probleme sehen Sie im Zusammenhang mit der Larventherapie?“

Marco Sievers: „Ein Problem sind die personellen Wechsel bei den Zuständigkeiten in den Kliniken – da wird das Wissen um das biochirurgische Débridement oftmals gar nicht weitergegeben und geht verloren. Deshalb wird von uns für klinisches Fachpersonal ein umfangreiches Schulungsangebot bereitgestellt. Monatlich bieten wir BioMonde LIVE Webinare an, und auf unserer Webseite gibt es reichlich Informationsmaterial. Hier können Beratungsgespräche gebucht, Kurzvideos abgerufen und im Selbststudium, in unserer BioMonde AKADEMIE, Lernmodule absolviert werden – alles gern mit Zertifikat und völlig kostenfrei. Denn wir wollen den Patientinnen und Patienten zu mehr Lebensqualität und dem Klinikpersonal zu erfolgreichen Ergebnissen verhelfen.“

ProVita: „Vielen Dank für das Gespräch!“

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